Gas Pizzaofen Test, Infos & Beratung

Gas-Pizzaofen VENTURA Speziale von innen

Sie möchten

  • eine tolle Pizza - sogar besser als beim Lieblings-Italiener - zuhause backen?
  • dafür einen geeigneten Gas Pizzaofen anschaffen?
  • detaillierte Informationen, kompakt zusammengefasst zum Thema Gaspizzaofen?

Sie haben

  • aber keine Ahnung, welcher Gas-Pizzaofen der Richtige ist?
  • noch ganz viele offene Fragen?
Dann lesen Sie weiter! Bei der Auswahl des richtigen Gas Pizzaofens soll diese Seite helfen.

Was ist ein Gas Pizzaofen?

Im Gegensatz zu holzbefeuerten Pizzaöfen ist das Brennmittel Propangas aus der Gasflasche. Im inneren des Pizzaofens befinden sich ein oder mehrere Gasbrenner, die für die notwendige Hitze sorgen. Der Gasbrenner ist entweder seitlich oder im hinteren Bereich verbaut.
Gas-Pizzaofen VENTURA Spezialen
Am häufigsten verbreitet sind kleine, kompakte Gas Pizzaöfen, die sich leicht transportieren lassen. Die Backfläche reicht für genau eine Pizza aus. Das abgebildete Modell - der Gas-Pizzaofen VENTURA Speziale - hat z.B. einen Pizzastein verbaut, der ca. 33 x 33 cm groß ist.
Größere Modelle - wie der Alfa Forni Dolce Vita oder Brio bieten Platz für zwei bis vier Pizzen.

Der Gasbrenner

Der Gasbrenner beim Gas Pizzaofen ist entweder:
  • herausnehmbar (separates Modul)
  • oder
  • fest eingebaut
Die beiden folgenden Bauarten werden häufig eingesetzt:
  • Stabbrenner
  • Ringbrenner
Sehr beliebt sind auch die sogenannten Hybrid-Modelle. Hier kann man den entweder mit Gas oder mit Holzpellets dem Pizzaofen einheizen. Reine Holzbacköfen haben immer einen Schornstein, genau wie die Hybrid-Modelle. Öfen, die ausschließlich mit Gas betrieben werden, benötigen nicht unbedingt einen Schornstein.

Welche Vorteile bietet ein Gas-Pizzaofen?

  • Schnell einsatzbereit
  • Keine Aschereste vom Brennholz oder den Pellets
  • Einfache Handhabung
  • Konstante Temperaturen
  • Schnelle Aufheizzeit

Welcher Gaspizzaofen für Zuhause?

Für den Heimgebrauch empfehlen sich in erster Linie kompakte, portable Modelle, die bequem auf der Terrasse oder dem Balkon betrieben werden können. Bei der Auswahl sollte man auf folgende Kriterien achten:
  • Pizzastein-Größe: Für eine klassische Pizza napoletana reicht ein Stein ab ca. 30 × 30 cm. Wer gerne größere Pizzen backt, sollte auf mindestens 40 × 40 cm achten.
  • Maximaltemperatur: Der Ofen sollte mindestens 450°C erreichen können – nur so gelingt ein luftiger, blasiger Rand in unter 2 Minuten.
  • Aufheizzeit: Gute Modelle sind in 20–30 Minuten auf Betriebstemperatur.
  • Transportierbarkeit: Gewicht und Tragegriff spielen eine Rolle, wenn der Ofen nicht dauerhaft draußen steht.
  • Verarbeitungsqualität: Edelstahlgehäuse sind robuster und langlebiger als reine Pulverbeschichtungen.
Für Einsteiger ist ein kompaktes Modell wie der Ooni Koda 12 oder der Ventura Speziale eine gute Wahl. Wer regelmäßig für größere Runden backt, greift besser zu einem Modell mit mehr Backfläche wie dem Alfa Forni Dolce Vita.

Wieviel kostet ein Gas Pizzaofen?

Die Preisspanne bei Gas Pizzaöfen ist groß – von ca. 250 € bis über 1.500 €. Grob lassen sich drei Kategorien unterscheiden:
  • Einsteiger (250–500 €): Kompakte Modelle mit einfachem Stabbrenner und Cordierit-Pizzastein. Geeignet für gelegentliches Pizza-Backen, oft mit kürzerer Lebensdauer.
  • Mittelklasse (500–900 €): Bessere Verarbeitungsqualität, höhere Maximaltemperaturen, oft mit Ringbrenner oder L-förmigem Brenner für gleichmäßigere Hitzeverteilung. Modelle wie der Ooni Koda 16 oder die Gozney Roccbox fallen in diese Kategorie.
  • Premium (ab 900 €): Hochwertige Materialien, große Backfläche, oft auch als Hybrid-Modell (Gas + Holzpellets), z. B. von Alfa Forni oder Fontana Forni. Diese Öfen sind echte Langzeitinvestitionen.
Dazu kommen einmalige Kosten für Zubehör (Pizzaschieber, Thermometer etc.) von ca. 50–150 €, sowie laufende Kosten für Propangas – eine 11-kg-Flasche reicht je nach Modell für viele Stunden Betrieb und ist für den meisten Heimanwender sehr wirtschaftlich.

Wie heiß muss ein Pizzaofen sein?

Das beste Pizzateigrezept nützt nichts, wenn der Ofen nicht heiß genug ist. Zwischen 450 und 500°C sollten es schon sein, damit der Pizzaboden schnell backt und schön aufgeht. Doch auch die Temperatur des Pizzasteins ist wichtig, damit der Boden gar und knusprig wird.
Gas-Pizzaofen VENTURA Ibrido von innen
Bevor man die Pizza in den Ofen "einschießt", sollte der Stein eine Temperatur von mindestens 250°C, besser 300-350°C haben. Ein nützliches Zubehör ist daher ein Laserthermometer, um die Oberflächentemperatur des Pizzasteins zu überprüfen.

Wie benutzt man einen Pizzaofen?

Die Bedienung eines Gas Pizzaofens ist einfacher als viele denken. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingt der Einstieg schnell:
  1. Gasflasche anschließen: Druckminderer und Schlauch gemäß Herstelleranleitung anschließen. Auf feste Verbindungen und ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien achten. Den Ofen niemals in Innenräumen betreiben.
  2. Aufheizen: Den Ofen auf höchster Stufe aufheizen. Je nach Modell dauert das 15–30 Minuten. Mit einem Laserthermometer die Temperatur des Pizzasteins prüfen – mindestens 300°C, ideal 350–400°C.
  3. Pizza vorbereiten: Den Teig auf einer bemehlten oder mit Grieß bestreuten Fläche ausziehen (nicht mit dem Nudelholz rollen!). Den Belag sparsam verwenden, damit die Pizza nicht durchweicht.
  4. Pizza einschießen: Die rohe Pizza auf einen bemehlten Pizzaschieber legen und zügig in den Ofen schieben. Den Schieber dabei leicht schräg halten und mit einer schwungvollen Bewegung zurückziehen.
  5. Backen & drehen: Nach ca. 30–45 Sekunden die Pizza mit einem Pizzawender um 180° drehen, damit sie gleichmäßig backt. Je nach Temperatur ist sie nach insgesamt 60–120 Sekunden fertig.
  6. Entnehmen & servieren: Die fertige Pizza herausnehmen, kurz ruhen lassen und sofort servieren.

Wie lange muss eine Pizza in den Pizzaofen?

Abhängig von der Garraum- und Pizzasteintemperatur kann eine Pizza bereits nach 60-90 Sekunden fertig gebacken sein! Bedenkt man, wie lange die Pizza sonst im Backofen braucht, ist das wirklich sehr zügig! Selbstverständlich sollten Sie die Pizza beim Backen beobachten und den Backfortschritt beobachten und sie ggf. etwas länger im Ofen lassen, sofern nötig.

Welcher Pizzastein für den Pizzaofen?

Je nach Preislage werden unterschiedliche Materialien eingesetzt:

Cordierit

  • Material: Quarz, Eisen, Magnesium
  • Aufheizzeit: schnell
  • Hitzespeicherung: mäßig
  • Oberfläche: glatt und fein
Cordierit ist weit verbreitet und wird auch gerne bei Pizzasteinen als Grillzubehör für beispielsweise Gasgrills als Material eingesetzt. Die Oberfläche ist sehr glatt und lässt sich gut reinigen. Cordierit heizt sich schnell auf ist unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen.

Keramik

  • Material: Tonkeramik / Ofenkeramik
  • Aufheizzeit: schnell
  • Hitzespeicherung: mäßig
  • Oberfläche: glatt
Keramik ist ein Oberbegriff, der für eine Vielzahl von Zusammensetzungen steht. Je nach Verarbeitung und verwendeten Materialien ergeben sich unterschiedliche Materialeigenschaften. Die Keramik, die meist bei Pizzasteinen verwendet wird, ist nicht sehr offenporig und kann die im Pizzateig vorhandene Feuchtigkeit nicht so gut aufnehmen, wie porösere Materialien. Keramische Pizzasteine heizen sich schnell auf, halten die Wärme aber nicht so lange.

Biscotto Saputo

  • Material: Ton
  • Aufheizzeit: mittel
  • Hitzespeicherung: sehr gut
  • Oberfläche: porös
Diese handgemachten Steine aus Italien bestehen aus reinem Ton und sind der Geheimtipp für eine authentische napoletanische Pizza. In Neapel - dem Geburtsort der neapolitanischen Pizza - wird der Biscotto Saputo (auch: Biscotto di Sorrento Saputo) nicht nur als Pizzastein, sondern für die Fertigung kompletter Holzöfen verwendet. Der Stein hält sehr hohen Temperaturen stand (weit über 400°C). Ein weiteres Merkmal des Biscotto Saputo ist, dass der Stein sehr porös ist und die Feuchtigkeit des Pizzabodens gut aufgenommen wird. Dadurch verbrennt der Pizzaboden nicht so schnell und reagiert nicht sehr empfindlich auf Temperaturschwankungen.

Schamott

  • Material: gebrannter Ton mit hohem Aluminiumoxid-Anteil
  • Aufheizzeit: mittel bis langsam
  • Hitzespeicherung: sehr gut
  • Oberfläche: porös
Schamott ist ein klassisches Material aus dem Ofenbau und seit Jahrzehnten bewährt. Die poröse Oberfläche nimmt Feuchtigkeit aus dem Teig gut auf und sorgt für einen knusprigen Boden. Schamottsteine sind vergleichsweise günstig und hitzebeständig bis über 1.000°C – damit sind sie auch für sehr hohe Pizzaofen-Temperaturen bestens geeignet. Nachteil: Durch das höhere Gewicht und die langsamere Aufheizzeit benötigt man etwas mehr Geduld beim Vorheizen.

Lavastein

  • Material: vulkanisches Gestein (Basalt)
  • Aufheizzeit: mittel
  • Hitzespeicherung: gut
  • Oberfläche: leicht rau bis glatt (je nach Bearbeitung)
Lavastein besteht aus natürlichem vulkanischem Gestein und ist von Natur aus sehr hitzebeständig. Er speichert Wärme gut und gibt sie gleichmäßig ab. Die Oberfläche ist je nach Verarbeitung leicht rau, was ein gewisses Antihaft-Verhalten begünstigt. Lavasteine sind robust und langlebig, jedoch weniger verbreitet als Cordierit oder Schamott.

Speckstein

  • Material: 100% Talk bzw. Mischung aus Talk, Magnesit und Pennin
  • Aufheizzeit: langsam
  • Hitzespeicherung: sehr gut
  • Oberfläche: glatt
Speckstein gehört zu den Materialien mit der besten Wärmespeicherung überhaupt. Er heizt sich zwar langsamer auf als Cordierit oder Keramik, gibt die gespeicherte Wärme aber über einen langen Zeitraum sehr gleichmäßig ab. Die glatte Oberfläche lässt sich leicht reinigen. Speckstein ist besonders bei Hobbyköchen beliebt, die Wert auf gleichmäßige Backergebnisse legen und die längere Aufheizzeit in Kauf nehmen.

Welches Zubehör gibt es für Pizzaöfen?

Um nur ein paar Beispiele zu nennen - hier die beliebtesten Zubehörartikel für Pizzaöfen:

Pizzaschieber

Pizzaschieber

Pizzawender

Pizzaheber / Pizzawender

Ofenbürste

Ofenbürste

Gluthaken

Gluthaken

Pizzaschneider

Pizzaschneider / Pizzaroller

Servierbrett

Pizza Servierbrett

Schutzhülle

Pizzaofen Schutzhülle

Pizzastein

Pizzastein

Welcher Gaspizzaofen ist der Beste?

Den besten Gas Pizzaofen gibt es nicht – es kommt immer auf den persönlichen Einsatzzweck und das Budget an. Hier eine Übersicht der empfehlenswertesten Modelle je nach Anforderung:
  • Bestes Einsteiger-Modell: Ooni Koda 12 – kompakt, günstig und einfach zu bedienen. Ideal für den ersten Gas Pizzaofen.
  • Bester Allrounder: Ooni Koda 16 – größere Backfläche (bis zu 16 Zoll / ca. 40 cm), sehr gute Temperaturverteilung, faire Preis-Leistung.
  • Beste Verarbeitungsqualität: Gozney Roccbox – hervorragende Materialqualität, sehr schnelle Aufheizzeit, auch professionell einsetzbar.
  • Beste Wahl für Familien & Partys: Alfa Forni Dolce Vita – Platz für 2 Pizzen gleichzeitig, hochwertiger Aufbau, ideal für größere Runden.
  • Bestes Hybrid-Modell (Gas + Holz): Ooni Karu 16 oder Ventura Ibrido – maximale Flexibilität beim Brennstoff, für alle die auch den Holz-Geschmack möchten.
Generell gilt: Lieber etwas mehr in Qualität investieren. Ein guter Gas Pizzaofen hält viele Jahre und macht mit jeder Pizza mehr Freude als ein günstiges Modell, das an seine Grenzen stößt.

Pizzaofen mit Gasbrenner selber bauen?

Ja, es ist grundsätzlich möglich, einen Pizzaofen mit Gasbrenner selbst zu bauen – allerdings erfordert das handwerkliches Geschick und etwas Planung. Die gängigste Variante ist ein Schamottstein-Ofen mit nachgerüstetem Gasbrenner.

Dabei wird zunächst eine Kuppel oder Kammer aus Schamottsteinen gemauert, in die anschließend ein externer Gasbrenner (z. B. ein Venturi-Brenner) eingesetzt wird. Wichtig dabei:
  • Nur hitzebeständige Materialien verwenden (Schamott, feuerfester Mörtel)
  • Gasleitungen und Anschlüsse müssen den geltenden Sicherheitsnormen entsprechen – im Zweifel einen zugelassenen Fachbetrieb hinzuziehen
  • Auf ausreichende Belüftung und Mindestabstand zu brennbaren Flächen achten
  • Den Ofen niemals in Innenräumen oder überdachten Garagen betreiben
Wer weniger Erfahrung hat, kann auf fertige Bausätze zurückgreifen, die bereits alle nötigen Komponenten enthalten. Ein DIY-Pizzaofen ist zwar oft günstiger als ein Markenprodukt, der Zeit- und Materialaufwand sollte jedoch nicht unterschätzt werden. Für die meisten Heimanwender ist ein fertiger Gas Pizzaofen die praktischere und sicherere Wahl.
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